Reformierte Kirchgemeinde Bätterkinden

Online-Predigt

«Weiss der Himmel, warum …»

Auffahrt Bild

Gedanken zur Auffahrtsgeschichte aus Lukas 24,50-53

1. « der Himmel, warum … »

«Weiss der Himmel, warum …», so sagt man mit einem Achselzucken, wenn man sich auf etwas keinen Reim machen kann. So vieles ist im Leben undurchschaubar und rätselhaft: «Warum passiert ausgerechnet mir so ein Missgeschick?», fragt man sich zuweilen. «Warum verläuft mein Leben so und nicht anders?», ein weiteres grosses Rätsel. Dann steht man wie der sprichwörtliche «Ochs vorm Scheunentor» und sagt verwundert: «Weiss der Himmel, warum …».

Auffahrt, darauf können sich viele keinen Reim machen. Wir lesen die Geschichte aus Lukas 24: «Jesus führte seine Jüngerinnen und Jünger aus der Stadt hinaus bis nach Betanien. Dann hob er die Hände und segnete sie. Und dann, während er sie segnete, entfernte er sich von ihnen und wurde zum Himmel emporgehoben.
Sie warfen sich vor ihm auf die Knie. Dann kehrten sie voller Freude nach Jerusalem zurück. Sie verbrachten die ganze Zeit im Tempel und lobten Gott.»

2. Die grosse Freude der Menschen an Auffahrt

Kehren wir doch an Auffahrt an den Anfang zurück. Tauchen wir ein in die anfängliche Freude der Jüngerinnen und Jünger, die an Auffahrt fröhlich gespürt haben: Der Himmel ist nicht leer! Denn Jesus, der Gekreuzigte und Auferstandene, wurde «emporgehoben zum Himmel».

Der Aufstieg Jesu in den Himmel ist keine Wegbeförderung in weite Ferne, sondern ein Ausdruck dafür, dass sich Jesus zur Rechten Gottes für die Menschen einsetzt – gerade auch für die verlorenen Schafe und verirrten Menschenseelen. Martin Luther hat die Menschennähe des erhöhten Jesus mit folgender Mahnung an seine Wittenberger auf den Punkt gebracht: «Darum ist Christus aufgefahren, weil er dort am meisten schaffen und regieren kann. Denn wenn er auf Erden vor den Leuten sichtbar geblieben wäre, hätte er nicht so viel schaffen können … Darum hüte dich, dass du nicht so denkest, dass er jetzt weit weg von uns sei, sondern grad umgekehrt: da er auf Erden war, war er uns zu fern, jetzt ist er uns nahe.»

Jesus und der Himmel gehören zusammen wie Jesus und die Krippe, wie Jesus und seine Gleichnisse oder wie Jesus und das Kreuz. Das Fest «Auffahrt» verbindet Jesus und den Himmel.

Lesen Sie dazu die ganze Predigt: hier

 

Nicht in schlechter Gesellschaft – eine nachösterliche Geschichte

GW7 6226

1. Der Bibeltext aus Johannes 21, 1-14

Später zeigte sich Jesus seinen Jüngern noch einmal am See von Tiberias. Das geschah so: Simon Petrus, Thomas, der Didymus genannt wird, Natanaël aus Kana in Galiläa, die Söhne des Zebedäus sowie zwei weitere Jünger waren dort am See beieinander.

Simon Petrus sagte zu den anderen: »Ich gehe fischen!« Sie antworteten ihm: »Wir kommen mit.«

Sie gingen zum See und stiegen ins Boot. Aber in dieser Nacht fingen sie nichts. Als es schon Tag geworden war, stand Jesus am Ufer. Die Jünger wussten aber nicht, dass es Jesus war.

Jesus fragte sie: »Kinder, habt ihr nicht etwas Fisch zu essen?« Sie antworteten ihm: »Nein!« Da sagte er zu ihnen: »Werft das Netz an der rechten Bootsseite aus. Dann werdet ihr etwas fangen!« Sie warfen das Netz aus. Aber dann konnten sie es nicht wieder einholen, so voll war es mit Fischen. 

Der Jünger, den Jesus besonders liebte, sagte zu Petrus: »Es ist der Herr!« Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr war, warf er sich seinen Mantel über und band ihn hoch. Er trug nämlich nur ein Hemd. Dann sprang er ins Wasser. Die anderen Jünger folgten im Boot und zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her. Sie waren nicht mehr weit vom Ufer entfernt, nur etwa zweihundert Ellen (ca. 90m). Als sie an Land kamen, sahen sie dort ein Holzkohlenfeuer brennen. Darauf brieten Fische und Brot lag dabei. 

Jesus sagte zu ihnen: »Bringt ein paar von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt.« Simon Petrus ging zum Ufer und zog das Netz an Land. Es war voll mit grossen Fischen – genau 153 Stück. Und das Netz zerriss nicht, obwohl es so viele waren. 

Da sagte Jesus zu ihnen: »Kommt! Es gibt Frühstück!« Keiner der Jünger wagte es, ihn zu fragen: »Wer bist du?« Sie wussten doch, dass er der Herr war. Jesus trat zu ihnen, nahm das Brot und gab ihnen davon. Genauso machte er es mit dem Fisch. Das war nun schon das dritte Mal, dass Jesus sich den Jüngern zeigte, nachdem er vom Tod auferstanden war.

(BasisBibel)

 

2. Wer heute zweifelt ...

Es sieht so aus, dass die Jünger nach den Ereignissen rund um Ostern in ihren Alltag zurückgekehrt sind. Nichts ist mehr zu spüren von ihrer Begeisterung und ihrem Mut. Als ob ihre Zeit mit Jesus ein ganz interessanter Ausflug war, der nun aber wieder vorbei ist. Nichts ist geblieben als vielleicht in müssigen Momenten ein melancholischer Seufzer: "Weisst du noch…?" In ihrem Alltagstrott ist Jesus schnell ins Abseits geraten.

Die Ostertexte in den Evangelien berichten immer wieder davon, dass die Menschen, die Jesus begleiteten und mit ihm lebten, den Auferstandenen nicht erkannten. So erzählt der Evangelist Lukas von den Jüngern, die zurück in ihre Heimat Emmaus gehen, eine längere Wegstrecke mit dem Auferstandenen unterwegs sind und ihn nicht erkennen (Lukas 24).

Oder Johannes, der von Maria Magdalena berichtet, die mit anderen Frauen auf dem Weg zum Grab ist und die das Grab leer findet. Jesus tritt ihr entgegen, und sie glaubt zuerst, er sei ein Gärtner. (Johannes 20) 

Wer heute zweifelt, befindet sich also in bester Gesellschaft!

Lesen Sie dazu die ganze Predigt hier

 

Gottes Geist tröstet und stärkt

DSC 0005 13 002

Einige Gedanken zu einem Abschnitt aus dem Leben von Mose in einer ganz anderen Zeit


Und Mose sprach zu dem Herrn: Warum bekümmerst du deinen Knecht? Und warum finde ich keine Gnade vor deinen Augen, dass du die Last dieses ganzen Volks auf mich legst?

Hab ich denn all das Volk empfangen oder geboren, dass du zu mir sagen könntest: Trag es in deinen Armen, wie eine Amme ein Kind trägt, in das Land, das du ihren Vätern zugeschworen hast?

Ich vermag all das Volk nicht allein zu tragen, denn es ist mir zu schwer.

Willst du aber doch so mit mir tun, so töte mich lieber, wenn anders ich Gnade vor deinen Augen gefunden habe, damit ich nicht mein Unglück sehen muss.

Und der Herr sprach zu Mose: Sammle mir siebzig Männer unter den Ältesten Israels, von denen du weisst, dass sie Älteste im Volk und seine Amtleute sind, und bringe sie vor die Stiftshütte und stelle sie dort vor dich,

so will ich herniederkommen und dort mit dir reden und von deinem Geist, der auf dir ist, nehmen und auf sie legen, damit sie mit dir die Last des Volks tragen und du nicht allein tragen musst.

Und Mose ging heraus und sagte dem Volk die Worte des Herrn und versammelte siebzig Männer aus den Ältesten des Volks und stellte sie rings um die Stiftshütte.

Da kam der Herr hernieder in der Wolke und redete mit ihm und nahm von dem Geist, der auf ihm war, und legte ihn auf die siebzig Ältesten. Und als der Geist auf ihnen ruhte, gerieten sie in Verzückung wie Propheten und hörten nicht auf.

(4. Buch Mose 11,11+12;14-17;24+25)

 

1. Zu schwer für mich

„Ich vermag all das nicht zu tragen, denn es ist mir zu schwer.“ Passen diese Worte nicht zu unserem Empfinden in diesen Tagen und Wochen?

Lesen Sie dazu die ganze Predigt hier